Showing posts with label Mode. Show all posts
Showing posts with label Mode. Show all posts

Wednesday, June 27

london prt. 9 - TASCHEN'S London


TASCHEN ist mein Lieblingsverlag, wenn es um Bildbände geht, da ihre erstens wunderschön gestaltet und zweitens auch erschwinglich sind. Doch trotzdem war meine Freude natürlich groß, als ich eine Ausgabe von "TASCHEN'S London", bei der der Schutzumschlag leicht gerissen war, auf dem Grabbeltisch vor der Heymann-Buchhandlung in der Osterstraße entdeckte. 
Dieser Bildband eignet sich zwar nicht unbedingt fürs Handgepäck (geschweige denn für den Koffer, falls man vorhat, auch noch Kleidung mitzunehmen), die beigefügte Karte, in denen alle erwähnten Hotels, Restaurants und Shops verzeichnet sind, aber schon. 
Dass die meisten Hotels, die vorgestellt werden, für viele von uns unerschwinglich sind, ändert nichts daran, dass die Fotos von ihnen schön anzuschauen sind. Das sind die Aufnahmen der präsentierten Restaurants auch und sogar die Preise klingen recht moderat. Bei den Shops schließlich trifft man auf Paul Smith und auf das bereits zu einer Institution gewordene Regenschirm-Geschäft James Smith & Sons, jedoch auch auf den Topshop Flagship-Store, den Traum jeden Mädchens (ich schließe mich da nicht aus). Nicht zu vergessen Daunt Books, ein Geschäft, das ich auf jeden Fall bei meinem Aufenthalt in London besuchen werde.
Alles in allem ist dieser Reiseführer etwas für Leute, die bei ihren Reisen das Spezielle einer Stadt entdecken, aber auch traditionsreiche Orte besuchen wollen, bei denen es sich nicht nur um Denkmäler handelt.

Wednesday, November 30

thank you grabbeltisch

Ist schon ein bisschen her, dass ich den Film RAGE gesehen und danach ein kurzes Review darüber geschrieben habe und noch viel länger ist es her, dass er auf DVD rausgekommen ist. Das ändert jedoch nichts daran, dass er wirklich empfehlenswert ist. Ein weiterer Film in meiner Sammlung von Dingen, die ich auf dem Grabbeltisch gefunden habe.
Es gibt vor der Kamera keine Interaktion zwischen den Protagonisten, man könnte es wahrscheinlich auch auf die Bühne bringen. Und genau das ist die Stärke dieses Films: Dass die Darsteller es schaffen, nur durch ihre Erzählungen von dem, was passiert ist, die Aufmerksamkeit des Zuschauers nie erlahmen zu lassen. Es gibt keinen Leerlauf durch diesen direkten Kontakt mit der Kamera, keinen Moment, in dem man aufspringen kann, um sich etwas zu Knabbern zu holen, ohne auf Pause zu drücken. Wobei die Schilderung der relativ schlichten Handlung nicht im Vordergrund steht, sondern vor allem, wie die Protagonisten mit dem Geschehen zurechtkommen, wie sie auf die Morde an zwei Models bei einer Modenschau reagieren. Beispielsweise der Designer (gespielt von Simon Abkarian) ergeht sich in Vorträgen über die Rechtfertigung seiner Show, während es dem Fotorgrafen (wunderbar wie immer: Steve Buscemi) vor allem um spektakuläre Aufnahmen (der Toten) geht. Im Gegensatz hierzu steht das stark verschüchtert wirkende Model Lettuce Leaf (Lily Cole), die als einzige ihre Maske in den Gesprächen mit dem Blogger Michelangelo immer wieder abnimmt, symbolisiert durch das Abnehmen ihrer wechselnden Perücken. Im Finale scheint alles einzustürzen, das Selbstbewusstsein selbst des Abgebrühtesten einen Riss bekommen zu haben. Michelangelo scheint sein Ziel erreicht zu haben, die Modeindustrie aus ihrem Konzept zu bringen, doch auch für ihn ist das Ausmaß der eintretenden Katastrophe ein Schock.
Am Ende gibt es dann noch einen Lichtblick, einen unschuldigen kindlichen Moment des Glücks in dem Desaster.