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Wednesday, January 1

a book is a friend


Etwas, was mir im letzten Jahr definitiv gelungen ist, ist viel zu lesen. Obwohl ich nicht mehr regelmäßig pendel und keine Wartezeiten an Bahnhöfen überbrückt werden mussten, habe ich 2013 Zeit für 35 Bücher gefunden. Was bei manchen nicht wirklich schwierig war: About a Boy von Nick Hornby beispielsweise konnte ich schwerlich aus der Hand legen. 
Momentan lese ich Sweet Tooth von Ian McEwan, bin aber noch nicht weit genug, um irgendwas darüber zu sagen. 2014 liegen einige interessante Lektüren vor mir, unter anderem zwei Bücher, die ich zu Weihnachten bekommen habe: Ihr müsst bleiben, ich darf gehen von Dietmar Wischmeyer und Wer nichts weiß, muss alles glauben von den "Science Busters". Nachdem ich zu Beginn des Semesters beinahe rauschhaft englische Klassiker als Taschenbuchausgaben gekauft habe und an Secondhand- und runtergesetzten Büchern schlecht vorbeigehen kann, werde ich den Weg zur Bücherei wohl in nächster Zeit nicht antereten müssen.

Was (außer Howards End und Hamlet) in diesem Jahr noch vor mir liegt

Saturday, October 26

read between the lines

I came across many good books this year. And it's not even over yet! I've read 26 until this point. Some of the highlights were:
CHARLOTTE STREET by Danny Wallace
ENGLAND, ENGLAND by Julian Barnes
WINTER JOURNAL by Paul Auster
MACBETH by Shakespeare
PULPHEAD by John Jeremiah Sullivan
FREEDOM by Jonathan Franzen
BRIEF INTERVIEWS WITH HIDEOUS MEN by David Foster Wallace
ATONEMENT by Ian McEwan
MR. VERTIGO by Paul Auster
TEA PARTY by German author and journalist Eva C. Schweitzer
CHRONIC CITY by Jonathan Lethem
and DIE VIERTE HAND (the German translation of THE FOURTH HAND) by John Irving
12 incredibly good books out of 26, that's not bad at all. Some are funny (Charlotte Street), some are ernest (Macbeth, Atonement), some are informative (Pulphead, Tea Party), some are set in Britain (Charlotte Street, England, England, Macbeth, Atonement), some in the US (Winter Journal, Pulphead, Freedom, Brief Interviews with hideous Men, Mr. Vertigo, Tea Party, Chronic City, The Fourth Hand), some are innovative (England, England, Brief Interviews with hideous Men, Atonement) and some had an emotional impact on me (Charlotte Street, Winter Journal, Pulphead, Freedom, Atonement, Mr. Vertigo, Chronic City, The Fourth Hand).
(At this point I send a mental thank you to my local library which allows students to borrow books for free. I got half of the books on my highlight list there.)
Currently, I am reading NW by Zadie Smith which is pretty good so far. Afterwards I will try to work off the unread books still standing on my bookshelf (I am looking at you, Joyce and Proust). Let's see how many I can add to the current 26 until the end of the year.

Tuesday, June 11

"was vom tage übrig blieb" von kazuo ishiguro

Eigentlich gehöre ich zu der strikten "Ich lese das Buch bevor ich die Verfilmung sehe"-Fraktion. Ausnahmen mache ich nur bei verfilmten Romanen von Graham Greene (die eignen sich meiner Meinung nach einfach perfekt dafür, verfilmt zu werden - und ich würde sie so oder so lesen). Und bei Kazuo Ishiguro. Der Name sagt euch jetzt vielleicht erstmal nichts, obwohl Ishiguro bereits einige Romane veröffentlicht hat, aber der (im Deutschen etwas lange, aber dafür doch recht einprägsame) Titel "Was vom Tage übrig blieb" ist euch wahrscheinlich schon einmal untergekommen.
Der Film wird alle paar Monate auf Tele 5 wiederholt und genau so häufig, wie er gezeigt wird, kann ich ihn mir auch angucken. Das liegt zum einen daran, dass Anthony Hopkins die Hauptrolle spielt und zum anderen an der stimmigen, einen ins England kurz vor dem Zweiten Weltkrieg versetzenden Handlung.
Im letzten Jahr habe ich endlich den Roman von Kazuo Ishiguro gelesen, der die Vorlage zu diesem Film bildet. Und ich wurde, was meine Erwartungen an den Plot und die Atmosphäre angeht, nicht enttäuscht. Jetzt liegen zwei weitere Bücher von Ishiguro auf meinem Intellektuellen Stapel ("Alles, was wir geben mussten" und "When We Were Orphans"), auf dass sie bald auf meinem Imaginären Bücherregal erscheinen mögen. Wenn ich "Brief Interviews With Hideous Men" von David Foster Wallace beendet habe.

Thursday, February 28

"witwe für ein jahr" von john irving

Eine Freundin hatte mir im letzten Jahr dringlichst empfohlen, etwas von John Irving zu lesen, weil er einer ihrer absoluten Lieblingsautoren ist. Ich bin dieser Empfehlung gefolgt, weil ich dem literarischen Urteilsvermögen dieser Freundin vollstes Vertrauen schenke, und wurde nicht enttäuscht.
"Witwe für ein Jahr" war nur einer von mehreren Romane, die unsere Bücherei von John Irving vorrätig hatte und ich bin mir sicher, dass dies in Büchereien überall im Lande der Fall ist, denn Irving gehört zu den wichtigsten Gegenwartsautoren der amerikanischen Literatur (wie ich einer Tabelle entnehmen kann, die ich in meinem Englisch Literaturkurs bekommen habe¹). 
In dem Roman geht es um Ruth, eine erfolgreiche Autorin, doch es beginnt bereits, als sie noch ein kleines Kind ist. Ihr Vater schreibt und illustriert Kinderbücher, fertigt aber gleichzeitig auch noch Aktzeichnungen von Müttern aus der Nachbarschaft an. Ruths Mutter verlässt die Familie - nachdem sie eine Affäre mit dem Praktikanten ihres Mannes hatte, der die Ferien bei ihnen verbringt. All dies wird überschattet von der Abwesenheit von Ruths Brüdern, die bei einem Autounfall starben. Wie die Charaktere Jahre später immer noch von diesen Ereignissen in ihren Handlungen beeinflusst werden, wie nahe Liebe und Tod beieinander liegen, dass zeichnet John Irving auf über 700 Seiten mit immer wieder unerwarteten Wendungen nach. 
Für mich war das Ende von "Witwe für ein Jahr" auf jeden Fall erst der Anfang von zahlreichen Irving-Romanen, die ich noch lesen werde.


1) für Interessierte: Die Tabelle stammt aus Nünning, Ansgar + Vera Nünning, eds. "Grundkurs anglistisch-amerikanistische Literaturwissenschaft". Stuttgart: Klett, 2001.166-69

Friday, February 8

"terry jones's war on the war on terror" by terry jones

You may know Mr. Terry Jones as a member of Monty Python (at least I hope you do). Apart from being part of the best comedy group in space and time, he spends his days writing books about history or in this case, columns about the British reactions to 9/11. 
In "Terry Jones's War On The War On Terror", texts are collected which were published from 2001 to 2004 in The Observer or The Guardian respectively. In them, Terry Jones comments on the daily events concerning the (grammatically incorrect) "War On Terror" and exposes poltical absurdities. 
The book is hard to get, but I highly recommend it. It matched the time I learned for my final economics/politics exam perfectly, especially because it is so funny.

Thursday, February 7

ist da wer?

Hallo? Ähm, hallo? (Räuspert sich.) Ist da noch jemand? (Grillenzirpen, ansonsten Stille.) Ähm, ja also ich wollte nur sagen, dass ich diesen Blog nicht vergessen habe, ich lerne nur aktuell wieder einmal und bin froh, wenn ich in meiner Freizeit etwas tun kann, was nichts mit Wörtern oder Buchstaben (bzw. Graphen, wie wir fancy Sprachwissenschaftler sagen) zu tun hat. Ich habe auch nicht vergessen, dass ich einige Buchempfehlungen aussprechen wollte, deshalb hier die erste: 

"Blind in One Ear" by Patrick Macnee
Ich wollte wirklich nicht, dass dieses Buch endet. Es hat mich ein ganzes Jahr begleitet und ist zwei Mal mit mir umgezogen. 
Von Beginn an war es überraschend lustig. Patrick Macnee erzählt, immer selbstironisch, von seinem Leben und lässt auch die Dinge nicht aus, die ihn unsympathisch erscheinen lassen könnten. Aber gerade weil er über die Fehler schreibt, die er begangen hat, und über die Schuld, die er deswegen empfindet, mag man ihn umso mehr.
Es ist unmöglich, alle Details dieses wunderbaren Buches in eine Rezension zu packen, und ich kann nicht nachvollziehen, warum es seit den Achtzigern keine neue Auflage gegeben hat. Deshalb: Wendet euch an den Bücher-Antiquar eures Vertrauens und besorgt euch ein Exemplar von Macnees Autobiografie, denn sie ist wirklich etwas Besonderes.

So, ich gehe dann mal wieder zu meinen Karteikarten zurück... Vielleicht sieht man sich ja mal wieder? (Keine Antwort.) Okay... (Schritte verhallen langsam in der Ferne.)