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Friday, September 13

theaternacht rückblick

Vor nicht einmal einer Woche war es wieder so weit: In Hamburg fand die alljährliche Theaternacht statt, und zwar schon zum zehnten Mal. Und was braucht man, wenn man nachts durch Hamburgs Theater tingelt? Ein grobes Programm (es wird ohnehin nicht so laufen, wie man es geplant hat), einen motivierten running mate (im wahrsten Sinne des Wortes), bequeme Sneaker und guten Proviant:


Die erste Anlaufstelle war in diesem Jahr die chronisch überfüllte Staatsoper, wo wir einen Ausschnitt einer Ballettinszenierung von "Othello" sahen. Im Anschluss ging es zum Thalia Theater, mit Ausschnitten von "Ein Sommernachtstraum" (mit äußerst guter Musik) und "Die Ehe des Herrn Mississipi" (mit einer grandiosen Kulisse), die wirklich Lust auf mehr machten. Ich war schon viel zu lange nicht mehr im Thalia, obwohl es zu meinen Lieblingstheatern in Hamburg gehört.
Der Plan war eigentlich, dass unser dritter Programmpunkt Dialog im Dunkeln sein sollte, wo ein "Hörtheater" zu erleben war, aber das hatten auch noch einige andere vor. Schon im Bus Richtung Speicherstadt gab es eine Durchsage, dass man sich lieber eine Alternative suchen sollte. Unsere Alternative war das English Theatre, das sowieso auf unserem Plan stand, wenn auch eine Stunde später. Mit der U-Bahn ging es nach Mundsburg (oh glorreiches Theaterticket, das gleichzeitig ein HVV-Ticket ist). Dort gab es "Stone Cold Murder" zu sehen, ein in Großbritannien spielender Thriller, der nun auch auf unserer Liste für die nächste Spielzeit steht. Nur 5 Gehminuten vom English Theatre entfernt (wenn auch in einer äußerst dunklen Nebenstraße) liegt das Theater in der Marschnerstraße, wo wir für die letzte halbe Stunde vier sehr verschiedene Interpretationen von "Gretchen 89ff." sahen.
Die Abschlussparty fand dieses Jahr auf dem Schiff Cap San Diego statt und war ein wirkliches Highlight. Die Musik im Stil der 60er war um einiges besser als bei der Party vor zwei Jahren und die Decks im Rumpf eigneten sich hervorragend als Tanzflächen.
In genau einem Jahr, am 13.9.2014 findet die nächste Hamburger Theaternacht statt. Die Zeit bis dahin kann man sich natürlich am besten verkürzen, indem man -  wie sollte es anders sein - ins Theater geht.


Thursday, May 9

mess me around

THE BABIES: eine Band aus New York, gegründet von Cassie Ramone und Kevin Morby (die außer diesem noch ihre beiden Projekte "Vivian Girls" und "Woods" am Laufen haben).
Ende 2011 habe ich THE BABIES in Hamburg gesehen und konnte zuerst nicht ganz so viel mit ihnen anfangen, auf jeden Fall nicht so viel wie mit FENSTER, die an diesem Abend zusammen mit ihnen im Uebel & Gefährlich aufgetreten sind. Im Nachhinein sind die Songs von ersteren aber doch bei mir hängengeblieben.
Jetzt haben THE BABIES gerade ein neues Album mit dem Titel "Our House On The Hill" veröffentlicht und den Song "Mess me around" ist (zumindest für mich) ein wirklicher Ohrwurm.

Thursday, May 2

meßmer momentum

Wenn ich meine Lieblings-Teemarke nennen müsste, würde meine Wahl auf Twinings fallen. Schon bevor ich im letzten Jahr nach England gefahren bin, war ich eine große Anhängerin ihrer Tees. Ein Besuch im 300 Jahre alten Laden auf dem Londoner Strand inklusive ausgiebigem Einkaufs hat meine Begeisterung nur noch gefestigt. 
In Deutschland kommt meiner Meinung nach nur eine Firma an die Geschmacksvielfalt von Twinings heran, und das ist Meßmer. Als ich auf der Suche nach einem Café in Hamburg war, in dem man einen richtigen Afternoon Tea bekommt (ohne dafür ein kleines Vermögen auszugeben), stieß ich auf das Meßmer Momentum. 
Gelegen in der HafenCity, in Gehweite von der (noch nicht so ganz fertigen) Elbphilharmonie, ist das Momentum ein schöner Ort, um Tee zu trinken, Scones zu essen und auf den Fleet hinauszuschauen.

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Die English Tea Time: vollgepackte Etagères und Teesorte nach Wahl

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Nach der Tea Time gibt es noch eine kleine Probepackung, für die man sich drei Teebeutel aus dem Shop aussuchen kann - eine sehr schöne Idee

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Beautiful Hamburg mit der nicht ganz so schönen Elbphilharmonie





Monday, December 17

weltübergangsparty

Am 21.12. diesen Jahres endet der Maya-Kalender. Und ja, ich kann sehen, wie eure Stirnadern anfangen zu pochen und ihr eure Augen verdreht, weil ihr jetzt einen Vortrag über das Ende der Welt meinerseits erwartet. Aber ich weiß, dass das nun wirklich niemand lesen will - ich auch nicht - und ich glaube auch nicht, dass ich dieses Jahr Weihnachten nicht erlebe (schließlich habe ich schon alle Geschenke besorgt).
Deshalb finde ich die Idee des Museums für Völkerkunde in Hamburg sehr reizvoll, eine WeltÜBERgangsparty zu veranstalten, die am 21.12. um 18 Uhr beginnt und bis in die frühen Morgenstunden des 22. andauern soll. Das Ende des Maya-Kalenders soll den Übergang in ein neues Zeitalter einläuten - oder auch nur in einen neuen Tag - und nicht das Ende aller Zeiten. Auf der Website des Völkerkundemuseums findet ihr weitere Informationen und einen Zeitplan mit allen Veranstaltungen.
Eine Party in einem Museum in Hamburg - was will man mehr!?

Friday, September 7

it's almost upon us!

Es ist doch immer am schönsten, wenn es etwas gibt, auf das man sich freuen kann. Und morgen findet endlich wieder das statt, auf das ich mich alljährlich im September freue: die Hamburger Theaternacht! 
Dieses Jahr versuchen eine Freundin und ich es einmal mit einem Zeitplan, der vielleicht sogar machbar ist, vollgepackt mit Theatern, die wir noch nie besucht haben.
Um das durchzuhalten, setzen wir vor allem auf Zucker, Zucker und nochmal Zucker:

@fraeulein_k

Mal sehen, wie viel von unserem ausgeklügelten Plan übrigbleibt, wenn wir erstmal im Gewimmel am Jungfernstieg angekommen sind, aber so oder so wird es garantiert wie jedes Jahr eine tolle Nacht!
 
Hamburger Theaternacht
Samstag, 8.9.12, auf Sonntag, 9.9.12
Tickets an der Abendkasse: 15 € 

Wednesday, August 29

instagram post 2

Philippinisches Dämpfgebäck

Selbstgemachtes zum Afternoon Tea


Blumenstrauß vom Hamburger Fischmarkt


Abendstimmung


Apple Crumble und Vanilleeis

Friday, June 15

can you see the horizon?


This week, I spent a really nice day with two of my best friends in the city of Hamburg. We did all the things you probably do, when you're a tourist in the Hanseatic city: shopping, eating at Vapiano, go to the theatre and the museum.
 So, I finally got the chance to see the installation "Horizon Field Hamburg" by Anton Gormley. If you're visiting Hamburg at the moment, you should definetly stop by the exhibition halls of the Deichtorhallen and see it, too. Until September, you can experience this huge platform, hanging on steel cables over 7 metres from the ground there.
It's quite impressive and it's for free! I advise you to go there during the week, so the rush isn't too big. 
You can get more information here: www.deichtorhallen.de

It's almost like walking on water: "Horizon Field Hamburg" by Anton Gormley, Deichtorhallen.

Tuesday, May 29

band of skulls

Eine Band, die ich aktuell wirklich ständig höre, ist Band Of Skulls. Angefangen hat es mit der Single "Bruises", die ich auf XFM gehört habe, da die heimischen Radiosender die Band scheinbar (noch) nicht auf dem Radar haben.
Band Of Skulls bestehen aus Emma Richardson (Bass), Russell Marsden (Gitarre) und Matthew Hayward (Drums) die mit "Sweet Sour" nun bereits ihr zweites Album herausgebracht haben. Ihre Songs werden vor allem durch den zweistimmigen Gesang von Richardson und Marsden unverwechselbar und durch den stampfenden, aber nicht dumpfen Beat absolut tanzbar.
Auch live sind die drei Briten zu empfehlen. Anfang Mai waren sie im Hamburger Molotow und der Kellerklub ist fast aus allen Nähten geplatzt. Laut und pulsierend sind die Worte, die dieses Konzert am besten beschreiben.

Emma Richardson im Nebel des Molotow
 Über Tourtermine und alles weitere könnt ihr euch auf bandofskulls.com informieren. Zum Abschluss noch mein aktueller Lieblingssong von ihnen (obwohl die Wahl wirklich schwerfällt): "Patterns" vom Debütalbum "Baby Darling Doll Face Honey".




Thursday, April 26

ein wiedersehen mit faust

Ich habe mit Begeisterung die Premiere von Faust I + II im Thalia Theater in Hamburg gesehen und im Vorfeld natürlich Der Tragödie Erster Teil gelesen, sowie VERSUCHT Der Tragödie Zweiter Teil zu lesen. Daran bin ich jedoch gescheitert.
Und jetzt hat Faust mich wieder eingeholt: Unsere Deutsch-Lehrkraft hat Teil 1 als unsere letzte Schullektüre auserkoren. Doch das ist noch nicht alles:Wir sollen uns dem Text mit "neuen Medien" nähern und uns in einen der Protagonisten hereinversetzen und einen Blog aus dessen Sicht erstellen.
Ich habe mich für Mephistopheles entschieden und ihr könnt das (wenn aus Zeitmangel auch nicht ganz vollständige) Ergebnis hier begutachten:
www.dasanfangsalleswar.blogspot.de
Des Weiteren habe ich die Chance, Faust I jetzt noch einmal zu sehen! Und allen, die die Inszenierung von Nicolas Stemann noch nicht gesehen haben, kann ich versichern, dass sie es auf jeden Fall Wert ist, mehr als ein Mal gesehen zu werden.

Monday, October 3

nacht. faust I + II im thalia theater hamburg


Man kann schlecht ein allgemeines Urteil über diesen achtstündigen Theater-Marathon fällen, da er aus so vielen Elementen bestand. Ich kann mich jedoch ganz entschieden all denen anschließen, die am Ende der 8 Stunden frenetisch applaudiert haben.
Nicolas Stemann hat sich selbst und alle Mitwirkenden vor die Aufgabe gestellt, nicht nur FAUST I, sondern auch FAUST II auf die Bühne des Thalia Theaters zu bringen. Und es ist absolut geglückt.
Textmassen wurden bewältigt, oft in Monologen, es gab Gegenreden, die die Schausspieler mit sich selbst ausfochten, und Text wurde hinzugefügt. Figuren wurden zusammengefasst (kein Wunder bei einem Personenverzeichnis von über 200) und Figuren aus dem Goethe-Kosmos mit eingebaut.
Eine Opernsängerin, ein Chorknabe und eine Band sorgen für die musikalisch Untermalung und teilweise auch Übermalung, die schon bei Stemanns Inszenierung von "Die Kontrakte des Kaufmanns" von Elfriede Jelinek zum Einsatz kam.
Alles zusammen bildet ein rauschhaftes Bild des Verlangens und der Versuchung, vor allem verkörpert durch Philipp Hochmairs Mephisto im ersten Teil. Sebastian Rudolph als Faust will und will immer mehr, vor allem will er Gretchen, aber so stark sind die Grenzen zwischen den Figuren nicht gezogen, auch Patrycia Ziolkowska ist teilweise Gretchen, teilweise der, der sie begehrt. Das ist nicht verwirrend, das ist einfach nur tolles Spielen. Dafür verdienen alle Beteiligten hohe Anerkennung, auch aufgrund der unglaublichen Textmenge und Stundenanzahl, die sie meistern mussten.
Besonders schön auch das teilweise offen Absurde in den hinzugefügten Texten, wie in dem Dialog der zwei Literaturwissenschaftler über Goethes Schwimmbad im Garten.
Der zweite Teil der Tragödie war wild, wild, wild. So wie es zur Textvorlage nun einmal passt.
Weitere Termine, an denen man Faust I und II im Thalia Theater zusammen sehen kann, findet man unter www.thalia-theater.de.