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Monday, May 18

exeter revisited

Einer der Vorteile daran, im Ausland Besuch zu bekommen, ist, dass man das ganze touristische Programm noch einmal machen kann (oder auch dreimal, so wie ich). Das bedeutet: Mehr Shopping-Ausflüge als sonst in die Innenstadt, zweimal Exeter Cathedral, im Sonnenschein an den Quay und Ecken der Stadt entdecken, die mir auch noch vollkommen unbekannt waren. Exeter hat wirklich viel zu bieten und es ist schön, dies ohne Univerpflichtungen ausnutzen zu können.





Tuesday, March 17

bristol, perle des südwestens

Nach einigen Wochen, in denen ich nicht aus Exeter herausgekommen bin, hatte ich im Oktober letzten Jahres das starke Bedürfnis, auch mal etwas anderes als Uni oder Wohnheim zu sehen. Glücklicherweise liegt gerade mal eine Stunde mit der Bahn entfernt Bristol. Bristol ist etwas größer als Exeter und verströmt schon fast Großstadt-Flair.
Ich habe den Ausflug wirklich genossen, auch wenn meine Füße im Anschluss beinahe abgefallen wären. Um Straßen mit Steigung kommt man in dieser Ecke Englands wohl nicht herum. (Ich habe auf dem Trip natürlich auch Bücher gekauft, um das Ganze noch etwas zu erschweren.)


 Die erste Kirche, an der wir vorbeigekommen sind, war St Mary Redcliffe und ist auch von innen auf jeden Fall sehenswert.


Der Weg in die Innenstadt führt am Queens Square vorbei, der mich irgendwie an den Grimmauld Place von Harry Potter erinnert hat. 


 Besonders schön war der Platz wegen der Bäume, die die Rasenfläche in der Mitte umsäumten, weil sich die Blätter langsam zum Herbst hin verfärbt hatten.


Nachdem wir eine kleine Brücke überquert hatten, waren wir schließlich in der Innenstadt Bristols, in der auch die beeindruckende Bristol Cathedral steht.


Dies ist der Garten und Friedhof im Innenhof der Cathedral. Aus dem Wetter kann man schwerlich ableiten, dass es tatsächlich Ende Oktober war, als wir da waren.


Dies ist das Innere des Bristol Museums. Wir haben wirklich alles Kulturelle an einem Tag abgehakt - meine Vorstellung von einem perfekten Ausflug. Besonders unglaublich erscheint das im Nachhinein, wenn ich daran denke, dass auch das Museum oben auf einem Hügel war, direkt neben einem Gebäude der University of Bristol. (Die ganze, ansonsten sehr schöne Einkaufsstraße war ein Hügel.)


Nachdem wir durch ein Viertel gelaufen waren, das starke Ähnlichkeit zur Hamburger Hafen City hatte, sind wir zum sehr schönen Hafen gekommen, mit Hausbooten, pastellfarbenen Häusern im Hintergrund...


...und Schwänen!

Bristol hat mir als Stadt wirklich sehr gut gefallen. Anfang dieses Jahres habe ich wieder einen Tagesausflug dorthin gemacht, diesmal jedoch an den Stadtrand. In Bristol gibt es nämlich den einzigen IKEA weit und breit und meine Mitbewohnerin und ich hatten leichte Kleinkramkauf- und Köttbullar-Entzugserscheinungen.

Saturday, November 1

exeter

Es ist komisch darüber zu schreiben, als wäre es eine brandneue Entwicklung, da ich schon anderthalb Monate hier verweile, aber heyheyhey! Ich bin jetzt in Exeter, im Südwesten Englands! Die sechs Wochen, die ich hier schon verbracht habe, fühlen sich eher wie sechs Monate an, und das auf keinen Fall, weil es so schrecklich ist, ganz im Gegenteil.

Herbstliches Exeter mit dem Clock Tower.
Ich sehe euch schon die Augen verdrehen, weil ihr keine Lust habt, schon wieder etwas davon zu lesen, wie toll es doch ist, als junger Mensch ins Ausland zu gehen. Ich bin auch kein Fan von der Entwicklung, Auslandssemester oder -jahre als Voraussetzung für einen guten Start in die Arbeitswelt zu sehen. Und die Vorstellung, in ein Land zu gehen, dessen Sprache ich nicht im Entferntesten spreche, erfüllt mich mehr mit Angst als mit Freude.
Aber es gibt Chancen, die man wirklich ergreifen sollte und die Studienzeit schien mir die beste Gelegenheit, mehr als nur den Urlaub in einem meiner absoluten Lieblingsländer zu verbringen: England. Und jetzt bin ich hier und ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, für mein Studium ein Jahr länger einzuplanen, die Koffer zu packen, Euros in Pfund zu wechseln und ins unbekannte Exeter aufzubrechen.


Auch wenn es hart ist, alles Gewohnte zurückzulassen, wieder neue Freundschaften zu knüpfen (ich hatte schon wieder verdrängt, wie schwer das sein kann - aber auch wie leicht in manchen Fällen) und sich erneut an ein neues Zuhause zu gewöhnen, lohnt es sich für mich. Und ich bin mir sicher, dass mir der Abschied in acht Monaten unglaublich schwer fallen wird.